8 Zoll Laufwerke - ich blicke nicht durch

  • Ich blicke nicht durch bei den Index-Löchern der 8" Laufwerke.

    Es geht jetzt nicht um Hard-Sektorierung. Da gibt es ganz viele Löscher auf dem Medium. Es geht um Disketten mit nur einem index Loch.


    Roland vom Technikum29 sagte mir, dass Single Sided (SS) und Double Sides (DS) Laufwerke die Indexlöcher an unterschiedlichen Positionen haben.

    Das sehe ich hier bestätigt:

    Floppy Disk Drives / 8 Zoll / SS vs DS / retro computing

    Soweit, so unpraktisch. ;)


    Jetzt habe ich hier aber DS-Disketten mit zwei Indexlochpositionen (aber nur einem Indexloch). Mein erster Gedanke: Ok, die haben zwei Positionen, damit man sie sowohl als SS als auch als DS Disketten verwenden kann. Aber bei genauem Hinsehen habe ich bemerkt, dass beide Positionen nicht mit der Position von DS Disketten übereinstimmen.



    Bei meinen Disketten sitzen beide Positionen symmetrisch und weiter in der Mitte als bei der DD Diskette im ersten Link.

    Kann es sein, dass diese Diskette dafür gedacht ist, dass man sie beidseitig als SS Diskette verwenden kann? Also so wie man das bei den Commodore-Laufwerken gemacht hat?

  • Das sieht nach Single Sided zweiseitig aus. Ist die andere Seite denn beschichtet?

    Hat ja auch zwei Schreibschutzkerben.

    Suche Teile und Geräte für DEC PDP8 Systeme, DEC PDP 11/40 (Unibus) und Teletype ASR-33+ ASR-35. Sowie Zubehör, Doku usw. aus dem Umfeld.

  • Genau, so eine Flippy-Disk.


    Eine Zusammenstellung:

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Nach zweimalig Lesen des Textes habe ich es dann verstanden. Das ist dann das, was in dem Beitrag Flippy-Disk genannt wird. Nur dass die sich die selber geschnitzt haben.

    Genau, das zweite Loch wurde nur selbst gestanzt, damit man auch die zweite Seite nutzen konnte. Die ist ja auch beschichtet.

  • Aber in dem von mir verlinkten Beitrag wurde das Loch nachträglich reingeschnitzt.

    Ok, in dem Bild ist das Loch selber gemacht.

    Aber hier sind beide Loecher rechts der Mitte. Es ging darum die DoubleSided Diskette in einem SingleSided Laufwerk zu lesen. Wenigstens die eine Seite.

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Aber in dem von mir verlinkten Beitrag wurde das Loch nachträglich reingeschnitzt.

    Ok, in dem Bild ist das Loch selber gemacht.

    Aber hier sind beide Loecher rechts der Mitte. Es ging darum die DoubleSided Diskette in einem SingleSided Laufwerk zu lesen. Wenigstens die eine Seite.

    Das täuscht auf dem Foto des verlinkten Beitrags, weil die Diskette nicht vollständig zu sehen ist. Deswegen habe ich das ja auch erst nicht verstanden.

    Aber ist ja auch egal. Ich hab's jetzt jedenfalls kapiert. ;)

  • Jetzt habe ich hier aber DS-Disketten mit zwei Indexlochpositionen (aber nur einem Indexloch). Mein erster Gedanke: Ok, die haben zwei Positionen, damit man sie sowohl als SS als auch als DS Disketten verwenden kann. Aber bei genauem Hinsehen habe ich bemerkt, dass beide Positionen nicht mit der Position von DS Disketten übereinstimmen.

    Die gab es häufig, von BASF hießen die 2N. Habe da einige Dutzen von.

    Das sind ganz einfach Flippy-Disks ;) Also einseitig (egal ob SD oder DD) zum Wenden, damit man auch die andere Seite nutzen konnte.

  • Ich habe jetzt mein Laufwerk (Shugart SA800-2) mal in Betrieb genommen - also zumindest erstmal die Motorspannung angeschlossen.

    Den Test mit allen Spannungen mache ich im Technikum29. Dort gibt es einen fertigen Aufbau am PC. Wenn das Laufwerk dort läuft, dann werde ich mir hier zuhause was basteln, für die ganzen Spannungen und mit PC-Anschluss.


    Denn das Problem bei dem Laufwerk: 110 Volt / 60 Hz. Das wusste ich. Was ich vorher nicht wusste ist, dass die Dinger einen Synchronmotor haben.

    Ganz großer Mist, dachte ich. Aber dann ist mir eingefallen, dass es bei den Chinesen günstige Wechselrichter gibt. Ich hatte mir dann direkt einen bestellt. Von 24 Volt auf 110 V / 60 Hz / 500 Watt - für ca. 50 Euro. Das war natürlich ein gewisses Risiko, weil ich nicht wusste, wie frequenzstabil die Dinger sind. Und ob die überhaupt was taugen. In den Specs vom Laufwerk steht +/- 0,5%. Die Chinesen geben gar nichts an. Aber der Wechselrichter liefert nach meinem Multimeter 60,08 Hz und 113 Volt. Sieht alles gut aus.


    Das nächste Problem war der Spannungsstecker. Ich wollte die Spannungskabel direkt anlöten, aber das ging nicht so enfach. Das Kabel geht vom Stecker direkt zum Motor - alles isoliert. Aber der Stecker kam mir von der Größe irgendwie bekannt vor.



    Einfach einen 5 1/4 Zoll Spannungsstecker zwischen dem 3. und 4. Pin eingefräst und schon passt das. Der 4. Pin wird nicht verwendet.


    Der Motor läuft. Das Laufwerk sieht insgesamt aus wie neu. In zwei Wochen erfolgt dann der vollständige Test im Technikum29.



    Klar, das ist für die 8 Zoll Profis hier alles Pillepalle. Aber wenn man noch nie so ein Laufwerk auf dem Tisch hatte, dann muss man sich da erstmal zurechtfinden. ;)

  • Denn das Problem bei dem Laufwerk: 110 Volt / 60 Hz. Das wusste ich. Was ich vorher nicht wusste ist, dass die Dinger einen Synchronmotor haben.

    Ganz großer Mist, dachte ich. Aber dann ist mir eingefallen, dass es bei den Chinesen günstige Wechselrichter gibt. Ich hatte mir dann direkt einen bestellt. Von 24 Volt auf 110 V / 60 Hz / 500 Watt - für ca. 50 Euro. Das war natürlich ein gewisses Risiko, weil ich nicht wusste, wie frequenzstabil die Dinger sind. Und ob die überhaupt was taugen. In den Specs vom Laufwerk steht +/- 0,5%. Die Chinesen geben gar nichts an. Aber der Wechselrichter liefert nach meinem Multimeter 60,08 Hz und 113 Volt. Sieht alles gut aus.

    Kann du bitte posten wie die Bezeichnung des Wechselrichters lautet und wo du ihn bestellt hast? Danke.

  • Guten Tag

    detlef


    Nur als Ergänzung,

    Ist kein Synchronmotor , sondern vom Aufbau, den Bildern eher ein Einphasen Wechselstrommotor mit einem Betriebskondensator (60Hz,)


    Allgemeine technische Nachfrage:

    hast du in deinem Aufbau GndDC und GndAC oder mit GndFrame miteinander verbunden, (so das der Motor soweit läuft,)

  • Ich habe ein Foto vom Typenschild des Motors gemacht. Wegen der Frage, ob das ein Synchronmotor ist.



    Und was lese ich da? 230 Volt! Nein, ich bin nicht blöd, denn auf dem Chassis des Laufwerks steht klar und deutlich 115 Volt / 60 Hz.



    230 Volt und 60 Hz??? Also habe ich die rpms gemessen. Irgendwas über 400. Viel zu hoch.

    Ok, das Laufwerk also an 230 Volt angeschlossen:



    Passt! Bei 230 Volt und 50 Hz. :D


    Da hat jemand den Motor umgerüstet. Und das Typenschild des Laufwerks ist Original geblieben. Wer macht sowas? Shugart selber?

    Das sieht alles Original aus. Das ganze Laufwerk ist ja vermutlich NOS. Keine Spur von einer nachträglichen Umrüstung.


    Ich bin natürlich froh, dass ich das Laufwerk einfach an 230 Volt betreiben kann. Aber die gesamte Mimik und den Aufwand mit dem Wechselrichter hätte ich mir sparen können. Alles unnötig. 8o

    Aber immerhin gut zu wissen, dass es funktioniert hätte.

  • Mmh. :grübel:

    Ich wollte jetzt noch mal testen, ob mein Wechselrichteraufbau tatsächlich die erwartete Umdrehungszahl bringt. Nur so aus Prinzip.


    Wenn ich den Motor mit 50Hz-Übersetzung mit 60Hz betreibe, dann müsste die Spindel 20% zu schnell drehen, also mit 432 rpm.

    Messen tue ich aber nur 416 rpm.


    Das kann jetzt natürlich daran liegen, dass der 230 Volt-Motor nur 113 Volt bekommt. Oder es stimmt doch irgendwas mit dem Ausgangssignal des Wechselrichters nicht. Ich werde mir das Signal morgen nochmal mit dem Oszi anschauen.


    haglebu hast du schon bestellt? Vielleicht noch mal warten, bis das geklärt ist. :tüdeldü:

  • Wenn ich den Motor mit 50Hz-Übersetzung mit 60Hz betreibe, dann müsste die Spindel 20% zu schnell drehen,

    Das steht ja sinngemaess auf dem Motor auch drauf.

    50/60Hz -> 1500/1800 rpm

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)